Kirchen und Kapellen: Gemeinde Owingen

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Pfarrkirche St. Peter und Paul

Spätgotische, einschiffige Saalbaukirche aus dem 15. Jhd. Turm und Chor stammen vermutlich aus dem 13. Jhd. Am Kreuzrippengewölbe sind schöne Schlusssteine zu sehen. Eine Besonderheit ist der Rosenkranzaltar aus der Werkstatt Martin Zürn aus der Zeit um 1630. Umfangreiche Renovierungsarbeiten um 1925.
Nähere Informationen siehe unter www.se-owingen.de

Nikolauskapelle

Sie wird die „kleine Schwester der Birnau“ genannt. Der heutige Bau stammt aus dem 18. Jhd., man schreibt den Bau dem Architekten Caspar Bagnato zu. Über der Tür findet sich der Wappenstein von Abt Anselm II von Salem mit der Jahreszahl MDCCLIII, 1753.

Das markgräfliche Haus Baden verhalf dem Kirchlein 1906 zu neuem Glanz. Bis in die 60er Jahre fanden Gottesdienste und Andachten statt. In den 70er Jahren gab es Plünderungen und ein Abbruch war geplant. Dass es dazu nicht kam, ist der Gemeinde und dem 1984 gegründeten Förderverein zu verdanken. 1990 wurde das Kleinod formell und feierlich von Max Markgraf von Baden an die Gemeinde Owingen übergeben. Renovierung im Jahre 2018.
 

 

Schächerkapelle

In der Ortsmitte stehende offene Kapelle, vermutlich Ende 17. Jhd., Anfang 18 Jhd. erbaut. Im Inneren die Figuren Christus am Kreuz flankiert von den beiden Schächern. Die Figuren stammen vermutlich aus den Werkstätten der Brüder Martin und Michael Zürn um ca. 1640.

Die Kreuzigungsgruppe wurde zu Beginn des 18.Jhd. schlecht renoviert, um 1959 gab man den Figuren ein neues und dem historischen und künstlerischen Wert entsprechendes würdiges Aussehen. Zuletzt saniert im Jahr 2019.

Markuskapelle Taisersdorf

Die Markuskapelle liegt in Taisersdorf auf 621 m Höhe malerisch auf einer Hochflächenkuppe über dem Naturschutzgebiet Aachtobel. Sie ist dem Evangelisten Markus geweiht. Erbaut wurde sie bereits im Jahre 1155 und erwähnt in einer Schenkungsurkunde, zu Gunsten des Bischofs von Konstanz, von Kaiser Barbarossa am 27.November 1155 unterzeichnet.

„Im 12. Jahrhundert waren es die Grafen von Pfullendorf, die Domprobstei Konstanz und die Grafen von Heiligenberg, die sich die Güter von Taisersdorf streitig machten." So beschrieben in einem Auszug aus der Broschüre „Taisersdorf.“                 

1653 folgte die Zerstörung der Kapelle, 21 Jahre später folgte der Wiederaufbau.

Die heutige barocke Ausstattung stammt aus der Zeit um 1730, die letzte Ausmalung um 1882. Umschlossen von dem kleinen Friedhof dient sie heute noch für Andachten und lädt Pilger auf dem Jakobsweg zur kleinen Einkehr ein. Wer es etwas weltlicher bevorzugt, dem sei der Gasthof „Schwanen“ direkt nebenan empfohlen.

St. Mauritius-Kirche Billafingen

Die erste urkundliche Erwähnung der kleinen Dorfkirche geht auf das Jahr 1333 zurück, geweiht ist sie dem heiligen Mauritius, der Überlieferung nach einem römischen Offizier, der sich als Christ weigerte, den alten Göttern zu opfern und sich an der Christenverfolgung zu beteiligen.

1488 folgte der Abriss der baufällig gewordenen Kirche, den alten Kirchturm, der möglicherweise auch als Wehrturm diente, ließ man allerdings stehen. Im selben Jahr wurde die noch heute bestehende Kirche wiederaufgebaut. Im 30 jährigen Krieg wurde sie ebenfalls schwer beschädigt, konnte aber mit viel Opferbereitschaft der Gläubigen erhalten bleiben. Der Hauptaltar mit der Krönung Mariens wird der Renaissance zugeordnet, allerdings um 1700 barockisiert.

1914 drohte erneut aus Platzmangel der Abriss, der erste Weltkrieg verhindert dies. So ist das Kirchlein bis heute im Zentrum des Ortes erhalten geblieben.

Kapelle St. Georg Hohenbodman

Die kleine Kapelle findet man in etwa 660 m Höhe, im Herzen von Hohenbodman. Geweiht wurde sie dem heiligen Georg, einem römischen Soldaten zur Zeit des römischen Kaisers Diokletian. Dieser zählt zu den 14 Nothelfern und ist der Schutzpatron der Ritter, Wanderer, Pfadfindern und vieles mehr.

Der Chor geht vermutlich auf das 15. Jhd. zurück, der restliche Bau des Gotteshauses wird auf das 18. Jhd. datiert.