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Weiteres Highlight in der Rathausgalerie am vergangenen Sonntag

Artikel vom 14.09.2022

Bürgermeister Henrik Wengert eröffnete am vergangenen Sonntag die dritte Ausstellung in diesem Jahr von Christoph Reichel „Im Unbegangenen endet der Weg“.

Künstler, Akteure, Gäste und Gastgeber waren gleichermaßen begeistert von der besonders schönen Atmosphäre, die sich in der kleinen aber feinen Galerie dank zahlreicher, bestens gelaunter Besucher rasch entwickelte.

Maßgeblich dazu beigetragen hat sicherlich die brillante Laudatio von Günter Graf. Gekonnt führte er das interessierte Publikum in das künstlerische Wirken von Christoph Reichel ein: „Hier hängen die Bilder, haben Titel, die auf den Anlass verweisen, der sich im Malprozess verflüchtigt hat oder, wie der Maler sagt, „seinen Sinn verlassen hat“, sinnlos geworden ist. Stattdessen hat sich das Bild auf den Weg gemacht; es hat diesen verlassen und was Sie – die Betrachterin und der Betrachter – sehen, ist das Ergebnis der Neuorientierung im Unbegangenen. Es sind Bilder ohne erzählende Bedeutung, ohne politische Botschaft, ohne Verweise auf den krisenhaften Zustand der Welt. Lassen Sie sich auf diese Bilder ein, verweilen Sie mit diesen Bildern. Durch den Prozess des Malens, durch Relationen und Korrespondenzen haben sie einen neuen Sinn, eine neue Bedeutung gewonnen. Nun sind sie in die Welt gekommen, sind da, „im Sein verankert“ und es kann, wenn ein Bild zu Ihnen spricht, im schönsten Fall zu einem Teil ihrer Welt werden. Ein Bild kann, wie die Anlässe auf Christoph Reichels Wanderungen, einen Prozess in Gang setzen, der mit Malerei nichts zu tun haben braucht.“

Die gesamte Laudatio liegt in der Galerie für den Rundgang bereit und wird während der Ausstellungszeit auch auszugsweise im Blättle veröffentlicht.

Ein weiteres Highlight war die musikalische Umrahmung von Frau Liane Ehlich. Virtuos hat sie die Geschichten der Kunstwerke mit ihrem Spiel auf der Travers- und Renaissance-Blockflöte ergänzt und damit eine ganz besondere Stimmung geschaffen. Die Auswahl der Stücke hatte sie geradezu perfekt auf die Ausstellung von Reichel abgestimmt! Mit dem Stück „Hirtenflöte, aus dem Zyklus Chinesische Bilder“ von Isang Yun spannte sie den Bogen zum Titel der Ausstellung „Im Unbegangenen endet der Weg“ – er ist entnommen aus der altchinesischen Geschichte „Der Ochs und sein Hirte“ aus dem 12. Jahrhundert.

Die zahlreichen Gäste verweilten bei bester Stimmung bei einem Gläschen Sekt in der Rathausgalerie. Eindrucksvoll – das ist wohl die richtige Umschreibung für diesen Nachmittag – der Künstler und seine Werke, der Laudator und die Musikerin und nicht zuletzt die vielen Gäste aus nah und fern…

 

Die Ausstellung „Im Unbegangenen endet der Weg“ ist zu den üblichen Rathaus-Öffnungszeiten bis zum 30. Oktober zu sehen:

Mo8-12 Uhr | 14-18 Uhr
Di, Mi, Fr8-12 Uhr
Do8-16 Uhr, durchgehend

Merken Sie sich schon mal vor:

Am letzten Sonntag der Ausstellung (30. Oktober) öffnet Christoph Reichel die Rathausgalerie ab 14 Uhr.

Weitere Impressionen von der Vernissage finden Sie hier.